Hier nun der versprochene Bericht vom letzten Wochenende.
Ich bin am Freitag um 13Uhr losgefahren und war um 17.29 Uhr (pünktlich!) am Hauptbahnhof in Köln. Laura hatte mir schon gesagt mit welcher U-Bahn ich fahren muss, denn das System scheint mir das etwas komplizierter als das in Hamburg. Aber für alle, die demnächst vorhaben den 'Prime Club' in Köln zu besuchen: Ab Hauptbahnhof mit der Linie 18, Richtung "Bonn Hbf" und dann "Eifelwall" aussteigen.
Den 'Prime Club' sieht man irgendwie nie, da der ja nur einen Ein-/Ausgang hat und dort die Busse immer vor stehen. Da hatte zur Folge, dass ich ankam und das erste, was ich sah, war Richard, der schon fleißig Autogramme schrieb. Ich habe Laura begrüßt und wir haben dem Treiben etwas zugeschaut, aber beschlossen da nicht hinzugehen. Javier kam da auch noch zu. Er trug nur Socken! Wenn der sich mal nicht erkältet hat! Laura meinte, Kelly sei auch schon da gewesen. Mist! Da war ich wohl zu spät.
Aber nicht zu spät, um noch wen anderen hübschen zu sehen! Gut zum Rest der Band passend, da er auch nicht sonderlich groß war und wie gesagt, sehr gutaussehend. Laura und ich dachten uns aber nichts weiter dabei, tranken unser Bier und wurden in einer Viertelstunde auch schon reingelassen. Die meisten der Leute waren natürlich wieder Engländer und alle schon total früh da. Als würden die Bands in England nicht genug Konzerte spielen. Jedenfalls standen wir dann in der zweiten Reihe und da es wie zu erwarten keine Absperrung gab, haben wir unsere Sachen sogar in der Gaderobe abgegeben!
Für den Fall, dass man jetzt gedacht hätte, es geht eine Stunde nach Einlass, also 19.30 Uhr, los, hat man sich getäuscht! Die Herren haben 2h auf sich warten lassen! 2 Stunden! Ein Fotograf meinte dann, dass es eigentlich 20.20 Uhr hätte losgehen soll, aber die Band kam erst 20.40 Uhr, weil es Probleme mit dem dritten Mikro gab. Das dritte Mikro? Ja! Es standen drei Mikros da und nicht wie gewöhnlich zwei.
Ich war wirklich aufgeregt (im positiven Sinne) als die Band dann endlich auf die Bühne kam. Kelly Jones selbstverständlich mit Lederjacke und Sonnebrille, denen er sich aber bereits nach zwei Liedern entledigte? Mit der Band kam auch des Rätsels Lösung des dritten Mikros wegen. Der gutaussehnde Typ, den wir vorher gesehen hatten, heißt Adam Zindani und unterstützt die Band als Gitarrist und bei den Background Vocals - und das macht er sehr, sehr gut! Er ist aber (leider) kein weiteres Bandmitglied, sondern ist der Sänger von SpiderSimpson, einer wirklich guten Band, der er sich aber momentan nicht so widmen kann, weil er eben momentan mit den 'Stereophonics' tourt.
Hier ist die Setlist, der 90 minütigen Show:
1. The Bartender And The Thief
2. Bank Holiday Monday
3. A Thousand Trees
4. Pass The Buck
5. Just Looking
6. Superman
7. Doorman
8. It Means Nothing
9. My Friend
10. Pick A Part That's New
11. Madame Helga
12. Vegas Two Times
13. Daisy Lane
14. Deadhead
15. More Life In A Tramp's Vest
16. Local Boy In The Photograph
Zugaben:
17. Maybe Tomorrow
18. Devil
19. Dakota
Ich war das erste Mal sehr froh darüber, in der zweiten Reihe stehen zu können, denn die Leute sind wirklich sehr abgegangen und so, hatte man wenigstens nicht diese Eisenstange im Bauch, sondern konnte besser mitmachen. Der Club ist so unheimlich klein und hat sich total aufgehizt, Kelly Jones' Anblick einen Meter vor mir war auch ausschlaggebend, dass ich wirklich so geschwiztt habe, wie bei noch keinem Konzert und hinterher wirklich außer Atem war.
Die neuen Songs sind live unglaublich großartig! Die Band wieder live zu sehen, war wirklich so toll. Einfach, weil das letzte Mal schon so lange her war und die einfach so gut sind. Ich war vor allem beeindruckt von der Live Version von 'It Means Nothing'. Unbeschreiblich.
In der Setlist habe ich mich am meisten über 'Pass The Buck' und 'My Friends' gefreut.
Auch wenn es langsam nicht mehr nötig ist, etwas über Kelly Jones' Stimme zu sagen, muss es sein: Wow! Wie kann man nur so gut singen können? Das geht echt nicht klar. Die Stimme ist so - rauchig und ich glaube nicht, dass er jemals in sienem Leben einen Ton daneben gehauen hat, er klingt einfach immer perfekt.
Mit Ansagen an das Publikum hielten sich die Herren wie immer zurück. Inofrmationen gab es nur in Bezug auf die Songs (Nicht, dass das eh nciht alle gwusst hätten) und dass sie im Februar wieder gekommen. Außerdem hat Kelly noch gesagt, dass es schön ist, mal wieder in kleinen Clubs zu spielen (im Verlgleich zu dieser 50.000 Leute und ausverkauft Halle auf deren DVD!) und mir ist aufgefallen, dass er öfter als andere Musiker "Fuck" sagt. Also, wirklich oft, auch an unpassenden Stellen. Ob der das zu Hause bei Frau und Tochter auch tut??? Egal.
Vermisst habe ich 'Pedalpusher' und 'Rewind', aber die kommen dann hoffentlich bei der Tour im Februar!
gwartet haben Laura und ich nach dem Konzert nur noch kurz, weil wir den letzten zug nach Hause bekommen mussten und haben die Band leider nicht mehr getroffen. Aber vielleicht klappt's ja im Februar wieder mal. Ich hoffe nur, dass die bis dahin nicht in aller Munde sind und in nicht allzu großen Hallen spielen...
Am nächsten Morgen war ich erkältet. Durchgeschwitzt und Kälte, konnte ja irgendwie nur schief gehen. Obwohl ich eine Jacke anhatte, aber die wurde direkt mit nass, vom Shirt, was ich drunter hatte. Abends waren Laura und ich noch beim Lichterfest, haben was getrunken und sind noch ins Rad, wo Niko aufgelegt hat. Das war gut. Wir waren um 3 Uhr im Bett und mussten um 6 Uhr wieder aufstehen, weil ich 7.18 uhr den Zug nach Köln kriegen musste.
Es war kein erholsames Wochende, aber dafür umso unterhaltsamer.