2006-07-08

06/07/06 James Blunt...

Irgendwie hatte ich es noch gar nicht realisiert, dass ich tatsächlich bei dem ‚James Blunt’ Konzert in Gelsenkirchen sein würde (Zu DEM Konzert auf dem ich mich zwischenzeitlich, so Mitte/Ende April nicht wirklich gesehen habe.), als ich gestern 9.30 Uhr von Hamburg nach Münster und von dort aus nach Gelsenkirchen gefahren bin.

Dort bin ich dann um 13.04 Uhr am Hauptbahnhof angekommen. Jedenfalls fuhr ich dann gestern gegen. Allerdings bin ich nicht gleich in den nächsten Bus gesprungen, sondern habe noch einen Abstecher zu ‚McDonalds’ gemacht, weil Laura und ich ja irgendwas im Magen haben wollten. Das war übrigens total lecker, als Laura und ich es dann etwa eine Stunde später gegessen haben: Kalt, fettig, abartig.
Jedenfalls hab ich dann kurz nach 13.30 Uhr den Bus genommen (Nehmt nur nie CE:56, wenn ihr zum Amphitheater wollt, es sei den ihr mögt lange Spaziergänge!), nachdem ich mit einem typisch unfreundlichen Mitarbeiter des „VRR“ gesprochen hatte.
Wie gesagt, wenn man „Grimmstraße“ aussteigt läuft man noch ein ganzes Weilchen bis man dann am Amphitheater ankommt. Ich habe Laura innerhalb dieser 25 Minuten bestimmt fünf der sechs Mal angerufen, weil ich mir total unsicher war, wo ich überhaupt lang musste (Tipp Nr. 2: Immer gerade aus. Da kann man nichts falsch machen!)

Immerhin war ich dann endlich um 14.15 Uhr am Amphitheater und habe mich zu Laura gesetzt, die übrigens vorbildlicherweise schon seit 9.30 Uhr da wartete.
Nur leider ist es da echt verdammt unübersichtlich, wenn es um Dinge wie die beste Ausgangsposition beim Einlass geht. Drei Eingänge, ein Biergarten, es war verwirrend!
Irgendwann haben wir mitbekommen, dass der Eingang ganz hinten der Haupteingang ist. Der führte zunächst erst einmal in den Biergarten, der schon 16.00 Uhr geöffnet wurde. Richtiger Einlass war für 18.30 Uhr eingesetzt.
Blöderweise standen da allerdings schon ungefähr sechs Leute und Laura hat sich gefragt, warum sie schon so früh da war, wenn die jetzt vor ihr rumstehen. Berechtigt, wie ich finde.
Aber als der Biergarten geöffnet wurde (Und nachdem Gerede von irgendwelchen Mädchen, die ja viel lieber zu Lee Ryan, Anthony oder irgendeinem anderen von ‚Blue’ gegangen wären, als zu ‚James Blunt’!) hatte ich unsere Taschen und Ruckssäcke und Laura konnte da durch „sprinten“ und schon waren wir die ersten in der Reihe! Jetzt hieß es noch warten und es war gegen aller Vorraussagen verdammt heiß. Aber egal.

Höhepunkt der Wartezeit war, als James angefangen hat Soundcheck zu machen (‚Billy’, ‚High’ und ‚Breathe’). Das war aber irgendwie total komisch, weil man zwar wusste: „Der steht da gleich, wenn man die Treppe runterläuft!“ Aber man konnte sich das überhaupt gar nicht vorstellen. Es war ja ‚Open Air’, deswegen konnte man alles gut verstehen und überhaupt ist das Ampthitheater Gelsenkirchen eine absolut göttliche Location. Ich habe gelesen, da passen „nur“ 5.000 Leute rein, was ja nicht sooo viel ist.

Eigentlich wollten Anisha und Jessi 16.30 Uhr da sein (Immerhin kamen um diese Uhrzeit schon Leute zum Einlass, bis dahin waren wir maximal zu zehnt gewesen.), aber Anisha hatte geschrieben und gesagt, es würde später werden. Laura und ich wollten dann unsere Rucksäcke ins Auto schmeißen, damit wir nur die Taschen zum Kontrollieren hatten. Ich bin dann kurz nach 17.00 Uhr schon mal vor zum Parkplatz gelaufen, dass es dann schneller ging. Mittlerweile war es nämlich dann schon ziemlich voll, aber ich hatte eigentlich keine Bedenken, dass ich meinen Platz nicht wieder kriegen würde. Klappte auch total problemlos. Es hat auch niemand etwas gesagt, als ich dann kurz nach 17.30 Uhr mit Anisha und Jessi wieder zurückkam an der Schlange vorbeigegangen bin und mich einfach wieder vorn hingestellt habe. Nochmal „Danke!“ an Anisha, dass sie uns mit Wasser versorgt hat!) So gesehen sind ‚James Blunt’ Fans sehr entspannt ;)

ENDLICH war 18.30 Einlass! Laura hatte mir ihre Tasche gegeben, dass sie keine Zeit bei der Kontrolle verlieren würde und Plätze besetzen konnte und ich bin dann als Zweite mit den ganzen Taschen dadurch. Die Treppen da runter zu laufen war übrigens total unangenehm, weil die in komischen Abständen sind. Jedenfalls kam ich dann bei Laura an: Erste Reihe, vor dem Mikro, comme toujours. Mit weniger hätten wir uns auch nicht zufrieden gegeben. Anisha und Jessi haben sich dann in etwa die Mitte der Stufen gesetzt. Wir haben immer Blickkontakt gehalten! Es war sowieso komisch, dass der Innenraum sich erst als alle Sitzplätze belegt waren gefüllt hat.

Ich überspringe jetzt die Zeit bis 20.20 Uhr, als die Vorband ungefähr begonnen hat zu spielen!


(Rebecca: „Da ist Paul.“
Laura: „PAUL!!!!“
Rebecca: „Der hat dich nicht gehört.“
Laura: „Der wollte mich nicht hören … Das war peinlich!“)

Die hießen ‚Zero 7’ und waren echt nicht schlecht. Man konnte es sich gut anhören und vor allem ANSCHAUEN. Die (sechs Männer, eine Dame) sind nämlich voll abgegangen. Total toll! Rumgehüpft, Rumgetanzt und vieeeel getrunken. Man hat voll germerkt, dass jeder der sieben Leute irgendwie in seiner eigenen "Musikerwelt" lebt, das macht, was er/sie am besten kann und es kommt Großartiges dabei raus. Allerdings muss man 'Zero 7' schon live erleben, denn vorher haben die mich nicht wirklich überzeugt. Hier mal ein paar Songs, die sie gespielt haben:


Distractions
This Fine Social Scene
Somersault
Throw It All Away
Futures

Dann ab 21.00 Uhr hieß es noch einmal warten (Zur Untermalung diente tolle, sehr unpassende Jazzmusik.), aaaaaaaaaaaaaaaber gegen 21.30 Uhr war es dann soweit! Erst kamen die vier Bandmitglieder und mit kleinem Abstand und nach einem „Bühnenrandgespräch“ auch James. Es war wieder sooo unglaublich heftig. Man kann es nicht beschreiben: Ehrfurcht, Respekt, Freude, Nervosität, Bewunderung. Irgendwie fühlt man gleichzeitig alles, dann aber auch wiederrum nichts was es beschreiben könnte.

Hier die Setlist:

1. Breathe
2. Billy
3. High
4. Cry
5. Goodbye My Lover
6. ‘Cause I Love You
7. Tears And Rain
8. I Really Want You
9. Out Of My Mind
10. No Bravery
11. Wisemen
12. So Long, Jimmy

Zugaben:
13. I Can’t Heart The Music
14. Where Is My Mind?
15. You’re Beautiful


Schade, dass 'Same Mistake' und 'Dancing Days' nicht gespielt wurden, aber es gab mehr als nur eine Entschädigung dafür!!!
Direkt vom ersten Lied an, war es wieder einmal total schön. Ich weiß nicht, wie ich das ein halbes Jahr ohne ein solches Konzert aushalten konnte.

'Goodbye My Lover' war, wie nicht anders zu erwarten, einer der heftigsten Momente des Konzertes. Beim letzten Chorus ließ James dann das Publikum singen, was ich etwas schade finde, denn gerade DIESEN Song sollte er allein "zu Ende" bringen.

Paul’s Tanzeinlage bei 'Cause I Love You' war traumhaft. Er wurde schon großartig von James angekündigt (“Dance, Bitch, Dance!!!”) und wie die dann alle abgegangen sind ... Vor allem James am Klavier ... Es fiel schwer wirklich auf Paul zu achten!
UNGLAUBLICH. Es war einfach nur toll!

'No Bravery' war ähnlich nervenaufreibend wie 'Goodbye My Lover', wenn auch auf eine andere Art und Weise. Aber ich habe ja schon nach dem Konzert im Januar gesagt, dass man bei diesen beiden Songs denkt, James durchlebe die Situation gerade noch einmal. Dieses Mal wurde bei 'No Bravery' ein anderes Video als im Januar eingespielt, trotzdem genau so schlimm.
'Wisemen' war der vorletzte Song vor der Zugabe. Es gab eine Art 'Intro' und danach fragte James dann: "Do you know 'Hotel California?" Natürlich sagen alle: "Yes!" und James: "Well, we don't. But we do now this:" Und dann wurde 'Wisemen' gespielt.

Es gab einen neuen Song mit dem Namen 'I Can't Hear The Music'. Das kann man nicht in Worte fassen. James' Ausdruck, seine Mimik. Als die erste Saite riss, dachte ich ja noch, das sei normal. Aber am Schluss hatte er nur noch eine Saite an der Gitarre und selbst die war verdammt locker.


Der letzte Song war 'You're Beautiful'. Dabei setzt sich James jetz immer auf das Schlagzeugpodest und ein Video wird eingespielt. Wer die 'Britawards' gesehen hat weiß, welches ich meine. Was soll man sagen? Gelungener Abschluss.

Ich will mich auch gar nicht lange bei Gefühlsduseleien aufhalten. Die Setlist spricht eh für sich. Es war einfach nur G-Ö-T-T-L-I-C-H!!!

Nach dem Konzert, als sich die Jungs wieder mega süß, höflich und begeistert bedankt haben, hat sich Carl, der Drummer, Laura angeschaut und die Drumsticks so hingehalten als wolle er sagen: „Willst du die?“ Laura hat natürlich genickt und er hat ihr einen hingeworfen. Sie fäängt ihn. Und dann kickt dieses kranke Mädchen neben ihr den Stick wieder weg. Der Security Mensch gibt ihn dann natürlich dem anderen Mädchen und die zickt noch voll rum. So was Dämliches. Der war doch für Laura!!!!

James hat mich sogar einmal angelächelt, nicht so lange wie Matt damals, aber immerhin! Und Laura hat er ca. 1000 Mal angeschaut. Während ‚Billy’ schon allein fünf Mal.

Danach sind wir total berauscht hoch zu Anisha und Jessi gegangen. Ich hätte nie gehen können, hätte ich nicht gewusst, ich würde es noch einmal erleben!!!
Am Merch-Stand sind wir vorbei, weil wir ja noch mehrere Gelegenheiten haben, etwas zu kaufen und haben uns auf den Weg gemacht James aufzuspüren. Da, wo wir ahnten es gehe zu den Toubussen, stant tatsächlich ein Security Mensch, der uns sehr deutlich gemacht hat, dass wir da nicht hinkönnen. Und eine andere Möglichkeit gab es nicht. Voll blöd.
Im Nachhinein glauben wir, dass es daran liegt, dass ein Treffen mit James nach dem Konzert für „Ärzte ohne Grenzen“ versteigert wurde.
Wir kriegen das schon noch hin!!! Irgendwie …

Auf dem Parkplatz herrschte natürlich totales Chaos. Aus jedem Fenster erklang ein anderer Song aus ‚Back To Bedlam’. Die Autos fuhren trotzdem nicht schneller.
Als wir dann vom Parkplatz runter waren, sind wir noch zu ‚Burger King’ gefahren (IHHH!) und danach hat uns Jessi bei Anisha abgesetzt.
Wir waren zwar irgendwie total fertig, aber nicht müde.
Erst gegen 3.00 Uhr hat zumindest Laura geschlafen. Ich habe die ganze Zeit gedöst und Anisha ist die dreieinhalb Stunden noch wach geblieben und saß am Laptop.

Heute Morgen ging es dann kurz am Bäcker vorbei, zur Bushaltestelle, wo wir uns von Anisha verabschiedet haben, dann nach Recklinghausen Hbf und von dort zum Hauptbahnhof in Gelsenkirchen. Laura und ich sind fast gleichzeitig 9.30 Uhr in verschiedene Züge gestiegen und in die entgegengesetzte Richtung davon gefahren.

Mehr fällt mir gerade nicht ein.
ICH MUSS INS BETT!!!

P.S.: Wann ist endlich Dienstag?


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