Meine Hand tut weh, von diesem dämlichen Arzt. Ich hatte ja an der Hand die Warze und da hatte ich eine Woche lang ein Pflaster drauf, danach sollte sich die Warze praktisch "ganz von allein lösen lassen". Haha. Ich meine, gut, die Hälfte ließ sich vielleicht auch gut ablösen, aber das war eben noch nicht alles. Der Arzt kam dann und meinte: "Ja, da ist ja jetzt noch was." Ach, nee. "Hat's denn bis hierhin sehr weh getan?" Was ich geantwortet hätte war dem offensichtlich egal, denn er hat den Rest einfach so rausgeschnitten. Tolles Gefühl. Echt. "Es blutet noch etwas, drücken Sie die Kompresse mal fest drauf." "Etwas"... ist "etwas" untertrieben. Wie auch immer.
Gestern abend habe ich meiner Mutter dann offenbart, dass ich meinen zukünftigen Ernährungsplan ohne Fleisch gestalten werde Die Begeisterung sprang mich förmlich an: "Bilde dir ja nicht ein, ich koche irgendetwas extra!" "Und in einem Monat isst du dann auch keine Eier mehr, trinkst keine Milch, ..." Mann, als hätte ich mir dabei nichts gedacht und würde das aus Langweile machen.
Auf Anja's Wunsch hin noch einen kleinen Eintrag zum Heidepark:
Also, ersteinmal ging ja alles mehr oder weniger entspannt los. Alle sind pünktlich gekommen. Die Nidersachsen-Tickets haben wir auch nach ein paar Versuchen bekommen. Problematisch wurde es dann nur am Hauptbahnhof, da der Zug 10.16 Uhr fahren sollte. Ist er aber nicht, denn die Deutsche Bahn dachte sich anscheinend: "Ach, nö, heute ändern wir mal alles." Was heißt wir mussten innerhalb von 30 Sekunden auf ein anderes Gleis und erst nach Hamburg-Harburg fahren, um dort den Metronom zu bekommen. An sich kein Problem. Nur blöd, das drei von uns noch weg waren, um sich was Essbares zu besorgen. Also sind wir vorerst ohne sie losgefahren, aber in Harburg hat der Metro gewartet (von Hamburg Hbf nach Hamburg-Harburg fährt eine S-Bahn) und so sind wir doch noch alle 15 Menschen, die wir waren, losgekommen. Allerdings mit so einer Verspätung, dass wir sämtliche Anschlüsse nicht bekommen haben. Deprimierend war außer der einstündigen Wartezeit an einem Bahnhof im Nirgendwo, der nicht aufhörende Regen. Von der "Wir-laufen-das-Stück-noch!-Nein-wir-fahren-aber-mit-dem-Bus-obwohl-zwölf-Leute-anders-darüber-denken!"-Aktion mal ganz zu schweigen.
Statt 12.30 Uhr waren wir dann erst 14 Uhr im Heidepark. Wir hatten erst Angst, das wäre zu kurz, aber vier Stunden im Heidepark reichen echt aus.
Erste Station: Schiffschaukel. Das muss man zum Anfang machen, weil man danach den Kick nicht mehr spürt, denn später ist man schon an die anderen, härteren Sachen gewöhnt ;) Da es gerade als wir da waren aufgehört hatte zu regnen, war echt ideales Wetter. Nicht zu viele Leute, keine langen Schlangen. Echt toll. Dann ging's in so etwas mit Wasser, wo sich das mit dem nass werden och in Grenzen hielt. Allerdings hat's mich später noch einmal voll erwischt, es kommt eben drauf an, mit wem man da drin sitzt ;)
Dann sind wir zu 'Collossos' gegangen. Ihr wisst schon, diese Holzachterbahn da. Die sieht so verdammt unstabil aus und dann noch neben Lena. Die stirbt jedes Mal fast. War auch echt witzig. Wie eben Achterbahnen mit 61° Neigung so sind.
Ich glaube danach, sind wir mit 'Limit' gefahren. Diese Achterbahn, wo die füße rumhängen und wo es größtenteils kopfüber geht. Und danach das absolute Highlight: 'Scream'. Der 'Freie Fall'. Jippi. Eindeutig meine Lieblingsattraktion. Till hat es, als wir "oben" waren, so treffend formuliert: "Jedes Mal, wenn wir an der Stelle sind, frage ich mich ernsthaft, wieso ich noch einmal damit fahre." Das Aushängen der Maschine, die einen hochzieht, danach noch dieses leise "Klick" und schon saust man in die Tiefe und dieser Moment zwischen diesem klicken und dem "Fall"... Ach, das ist irgendwie Folter aber auch irgendwie toll. Da drin waren wir gleich fünf Mal hintereinander oder so.
Später gab's dann noch ein paar mal die Holzachterbahn, Mountain Rafting, diese Looping-Achterbahn und noch ein paar Kleinigkeiten. Achja, die Bobbahn zum Beispiel. Echt schön, aber ungemütlich.
Die Rückfahrt lief zur Abwechslung ohne Probleme und wir waren so gegen 22 Uhr zu Hause. Während der Bahnfahrt haben wir beschlossen am Ende der Ferien eventuell an der Nord- oder Ostsee zelten zu gehen. Als Abschluss, weil die Klassen ja nach der 10. Klasse getrennt werden.
Das wollte ich schon immer mal. Früh aufwachen und wenn's warm ist gleich erst einmal ins Wasser oder an den Strand. Mal schauen, ob's was wird.