06/01/29 James Blunt...
Irgendwie hab ich beschlossen, es irgendwie zu versuchen, den gestrigen Abend in Worte zu fassen. Ich fang einfach mal ganz von vorne an, dann fällt's vielleicht leichter.
Also, ich bin 14 Uhr von zu Hause losgefahren und war dann so um 15 Uhr an der 'ColorLineArena'. Etwas irritiert, da ich die erste war. Besser gesagt, ein Mädchen und ich waren die ersten, sie ist die ganze Zeit hinter mir her gelaufen auf dem Weg von der U-Bahn bis zur Halle. Ich muss dazu sagen, dass sie schon vor einer Woche in Köln war und extra 5 Stunden hier her gefahren ist, um das ganze nochmal zu sehen, was ich mehr als nachvollziehen kann.
Naja, so zehn Minuten später kamen noch zwei andere Frauen, und wir waren schon zu viert. HEY! Bis 16 Uhr ist das auch so geblieben, und langsam kamen dann noch ein paar andere. Ich bin ziemlich schlecht im Abschätzen von Menschenzahlen bin (obwohl ich dann vor dem Konzert gesagt habe, es sind sicher so um die 10.000 Leute und James mir das dann sogar indirekt bestätigt hat, hehe), aber ich glaube, dass so gegen 17 Uhr, 17.30 Uhr sich so ungefähr 150 Leute angesammelt hatten. War mir dann auch egal, denn ich stand eh ganz vorne und war die erste, die dann kurz nach 18 Uhr 'rein' gelassen wurde. Wobei 'rein' nicht heißt, dass ich in die Halle konnte, sondern erstmal in den Vorraum zur Halle. Dort mussten wir noch bisschen länger als eine halbe Stunde warten, da die Band noch IN der Halle Fußball gespielt hat und die haben nicht aufgehört und dann auch ziemlich langsam erst ihre Tore wieder abgebaut, naja, ist wahrscheinlich so eine Art Ausgleich - Sport ;). Dann so kurz nach 18.30 Uhr konnten wir endlich in die richtige Halle. Da war ich aber nicht die erste, die drin war, obwohl ich ganz vorn stand, weil sich ja manche Leute einbilden ganz dringenderweise drängeln zu müssen. Nichts desto trotz, war ich dann vielleicht als sechste drin und gleich auf den Platz in der ersten Reihe direkt vorm Mikro zu gerannt. Als ich den dann hatte, war ich beruhigt. Dann hieß es nocheinmal eine anderthalbe Stunde warten, bis die "Vorband" kam, die dieses Mal in Form von 'Nerina Pallot' auf der Bühne stand. Ich mag die Musik voll gerne. Nerina's Stimme ist wirklich total großartig und sie begleitet sich selbst mit Klavier oder Gitarre. Mich hat es echt beeindruckt. Ich fand sie auch so total niedlich und lieb. Vor allem als sie sich immer dafür entschuldigt hat, dass sie nicht so gut Deutsch spricht, das aber wirklich total gut deutsch klang. (Publikumsrufe: "Komm her, ich bring es dir gerne bei!" "Oh, I didn't get what you were saying. I hope it was something nice. If not, I'll climb up there and break your legs!") Dann hat sie noch ein Foto von uns gemacht.
("Wow, this place is really huge, kinda scary, but you guys are lovely! Can I take a picture?") Ja, die war wirklich toll. Nach dem Konzert wollte ich eigentlich noch ihre CD kaufen und sie unterschreiben lassen, aber die CDs waren ausverkauft, deshalb habe ich sie dann in mein Notizbuch unterschreiben lassen. Immerhin. Und die CD bestell ich mir *g*. Naja, leider war das auch nach einer dreiviertel Stunde vorbei.
Aber ich war James Blunt auch wieder näher gerückt. Der sollte nämlich von 21.15 Uhr bis 22.30 Uhr spielen. Also, noch eine halbe Stunde.
Und dann, ging es los ...
Ich war kurz vorm Sterben, als dann das Licht ausging und erst die Band und dann James auf die Bühne kamen. Schon der Moment war ziemlich überwältigend, man freut sich Monate lang darauf und plötzlich, steht James Blunt vor dir. Das erste Lied war 'Breathe', das ist nicht mit auf dem Album, aber ich hatte es cschon einmal gehört, aber nicht in berauschender Qualität, also eigentlich "kannte" ich es nicht in dem Sinne. Das komplette Lied lang, musste ich mir erstmal einreden, dass ich wirklich auf dem James Blunt Konzert bin, was ziemlich schwer zu realisieren war. Dann, nach einem kurzen "Guten Abend, Hamburg", haben sie "Billy" gespielt. Ich habe ziemlich viele Videos gemacht, glaube ich. Egal, ich tippe ersteinmal die Setlist und dann erzähl ich noch was zum Konzert.
1. Breathe
2. Billy
3. High
4. Cry
5. Goodbye, My Lover
6. Dancing Days
7. Tears and Rain
8. Out Of My Mind
9. I Really Want You
10. No Bravery
11. Same Mistake
12. Wisemen
13. So Long, Jimmy
Zugaben:
14. Where Is My Mind
15. You're Beautiful
Süß, waren Sätze in gebrochenem Deutsch, wie: "Ich bin ein kleines Maripanschweinchen.", "Ich spreche nicht so gut deutsch." Die Geschichte vor 'Tears and Rain' von wegen, "---hold hands with the girl next to you, and if you've a new girlfriend in the end of the song, you own me a beer!" kennen ja die meisten schon. Lustig oder eher peinlich, naja eigentlich weder noch, war die Sache kurz bevor er zu 'Goodbye, my Lover' angesetzt hat.
Er geht zum Klavier, spielt drei Mal hintereinander die gleichen zwei Akkorde. Dann dreht er sich zu uns und meint: "No, that's not the song I wanted to play!" Dreht sich wieder zum Klavier und schaut ganz nachdenklich, so nach den Motto: Ich mach aber noch gleich einen draus. Alles war still und ich konnte mich dummerweise nicht zurückhalten und habe lauter, als ich wollte "Yeah, you got it!!!" geschrien. James dreht sich zu mir grinst mich total niedlich an und macht beide Daumen nach oben, als würde er sagen wollen: Ja, du hast es erfasst. Dann hab ich zurück gelächelt, er hat mir zugezwinkert und hat dann losgespielt. Das war einer der vielen Momente, bei denen ich dachte, ich sterbe.
Die Band und James schienen auch echt überwältigt, wie viele da waren. Was wahrscheinlich an der Tatsache lag, dass er im Mai in Hamburg sein erstes Deutschland Konzert gegeben hatte, vor 200 Leuten und dieses Mal vor 10.000, wie er gesagt hat.
Und wie witzig er doch ist, ich hatte ja schon immer mal was davon gehört, aber aus total unlustigen Situationen heraus. Kurz vor 'No Bravery' hieß es erstmal: "I know you're here for having a really good time. But not with that song!" Wie Recht er hat ... Danach: "Probably you think that the next few songs are happier, but they're not ... okaaay, maybe a little bit ..." Ach, ganz viele solche Kleinigkeiten. Kann man einfach nicht alles aufzählen.
Trotz der 15 Songs, kamn es mir vor als wären es nur 10 Minuten gewesen. Jeder Song wurde so mit Herz gespielt und rübergebracht, ach, es ist wirklich unbeschreiblich. Man kann es nicht in Worte fassen, wie göttlich es war. Man kann sich einfach nicht vorstellen, wie jemand mit einer Gitarre abgehen kann, kann sich nicht vorstellen, mit wie viel Gefühl James Blunt Lieder wie 'No Bravery' und 'Goodbye, My Lover' singt, wenn man es nicht gesehen hat ... als würde er die Situationen nocheinmal durchleben. Die Bewegungen, sein Bein, bei 'Breathe', überhaupt wie James sich bewegt ist so was von göttlich.
Es ist mehr als schwer zu beschreiben, wie es ist, wenn man auf einem James Blunt Konzert ist/war. Die Deutschlandtour ist leider vorbei, aber ich rate jedem, der noch nicht auf einem der Konzerte war, das nächste Mal hinzugehen. Und die, die ihn schon 'live' gesehen haben, werden sich bei der nächsten Tour sowieso wieder Karten kaufen.
Gerade meinte jemand zu mir:
Das Konzert muss ja atemberaubend gewesen sein.
Du sprühst ja nur vor Emotionen!
Das war es, mehr als das ...
Gleich gibt's noch ein paar Bilder, die ich gemacht habe.

2 Kommentare:
*seuftz* musst du auch immer alles so wundershcön treffend formulieren? du sprichst mir aus der seele rebecca...
wir haben euch übrigens geschlagen, in münchen vor einem jahr waren es 18 leute in einem club...ich wünschte ich wäre eine von denen gewesen
*zustimm*
das "you got it!" hätte ich dir gar nicht zugetraut, rebecca ;)
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